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Erzählfiguren lassen Bibel lebendig werden

Im Interview beantworten die Expertinnen Barbara Steinrück und Eva Schiffel viele Fragen zu Biblischen Erzählfiguren. 

  

Was sind biblische Erzählfiguren?

Biblische Erzählfiguren sind standfeste, handgefertigte Figuren aus Sisaldraht und anderen Materialien. Sie wurden in den 1960ern in der Schweiz entwickelt und werden weltweit für die Vermittlung von biblischen Inhalten für alle Altersstufen eingesetzt: in Pfarren, Schulen, Kindergärten und Pflegeheimen. Im therapeutischen Bereich werden sie als sogenannte „Empathiefiguren“ verwendet.

  

Warum haben biblische Erzählfiguren kein Gesicht?

Sie haben bewusst kein Gesicht, damit keine Stimmung festgelegt wird. Die Körpersprache wird so zum wichtigsten Ausdrucksmittel!

  

Was fasziniert Sie an der Arbeit mit biblischen Erzählfiguren?

Seit vielen Jahren setzen wir als Theologinnen in der pastoralen Arbeit die Erzählfiguren ein. Immer wieder fasziniert uns die Möglichkeit, auf zeitgemäße, kreative Weise biblische Erzählungen mit aktuellen Lebenssituationen zu verknüpfen. Durch diesen ganzheitlichen Zugang kann das Erzählte auf neue Art „lebendig“ werden!  

  

Wie viele Stunden Arbeit stecken in einer Figur?

Circa acht Stunden! Zuerst werden der Sisaldraht mit Trikotbändern umwickelt, die Bleifüße eingeleimt, der Körper geformt und genäht und die Figur mit „Hautstoff“ überzogen.

Ist die Grundfigur fertig, wird die Kleidung ausgesucht und genäht. Immer mehr bekommt die einzelne Figur Charakter.

Zuletzt werden Perücken für die Haare hergestellt, Sandalen aus Leder angefertigt und letzte Accessoires wie die Kopfbedeckung angebracht.

  

Verändert die Arbeit an einer Erzählfigur auch das eigene Verhältnis zur biblischen Person, in diesem Fall zu Mose?

Uns persönlich regt die Vorbereitung auf die Ausstellung sehr zu einer Auseinandersetzung mit der Figur des Moses an. Dadurch verändert sich der Blickwinkel. Moses wird uns sehr vertraut. Eine besondere Herausforderung ist es, spirituelle Erfahrungen wie die Gottesbegegnung Mose am Dornbusch auszudrücken.

  

Warum lohnt es sich, die Ausstellung "Mose. Mit Gott in die Freiheit" zu besuchen?

Die Ausstellung lädt ein, auf eine andere Weise Erzählungen aus der Bibel zu begegnen, neugierig zu werden und sich berühren zu lassen. 

Wir freuen uns, durch die Ausstellung und die begleitenden Veranstaltungen Fragen und einen interkonfessionellen und interreligiösen Austausch anzuregen! 

  


Die Ausstellungs-Macherinnen

Mag. Barbara Steinrück und Mag. Eva Schiffel sind katholische Theologinnen und arbeiten seit vielen Jahren mit Biblischen Erzählfiguren in der Pastoral.

Sie bieten Kurse zur Herstellung der Figuren an, besuchen mit ihren Figuren Pfarren und Gruppen und halten „kreative Bibelnachmittage“ ab. Der nächste ganzheitlich-kreative Bibelnachmittag zum Thema „Moses – Auf dem Weg in die Freiheit“ findet am Samstag, 17. 03. 2018 in der r. k. Pfarre Am Schöpfwerk statt.

Bibelzentrum

der Ort zum Wort am MQ-WEST

Breite Gasse 4-8/1, 1070 Wien,

Tel: 01/ 523 82 40, Fax: DW 20

Öffnungszeiten des Bibelzentrums: Montag-Freitag 9.30 - 16.00, Donnerstags bis 20.00 Uhr,
(Gruppen jederzeit
nach Vereinbarung)

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