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Schüler für die Bibel begeistern

Über 100 Schulklassen besuchen jährlich das Bibelzentrum. Maria Weiler, evangelische Religionslehrerin, besucht mit ihren Pflichtschulklassen regelmäßig das Bibelzentrum. Im Interview erzählt sie, warum.

 

Frau Weiler, Sie kommen regelmäßig mit Ihren Schulklassen aus Himberg oder Schwechat nach Wien ins Bibelzentrum. Was bewegt Sie dazu?

Alles, was das Interesse der Schülerinnen und Schüler an der Bibel weckt, wollen wir auch im Religionsunterricht (RU) fördern. Hier im Bibelzentrum ist es spannend für die Kinder. Sie fühlen sich wohl. Und sie bekommen viele Impulse, die sie oft noch länger beschäftigen. Das merkt man daran, was sie nach einem Besuch im Bibelzentrum fragen oder erzählen. Der Besuch hier hinterlässt Spuren bei ihnen.

  

Gibt es nach Ihrer Erfahrung ein besonderes Highlight für die Schüler, etwas, das ihnen am besten gefällt?

(Lacht.) Das biblische Essen, das steht immer an erster Stelle!
Aber nicht nur das. Vieles andere bleibt auch: Wie die Bibel entstanden ist, wie die Menschen damals geschrieben haben.
Hier lernen sie einen anderen Blickwinkel auf die Bibel kennen, in der Schule steht eher der Inhalt der biblischen Geschichten im Vordergrund.

  

Oft wird gesagt, dass Schüler heute kaum noch etwas von der Bibel wüssten. Was ist Ihre Erfahrung, was bringen die Schüler von zu Hause mit?

Das ist sehr unterschiedlich. In der Regel wissen sie wenig, Einzelne wiederum wissen sehr viel; diejenigen, die aus Familien kommen, die in der Kirche engagiert sind. Sonst ist es oft sehr wenig, was sie von der Bibel kennen, ein bisschen was aus dem Kindergarten, ein bisschen was von Weihnachten und Ostern.

  

Welche Erfahrungen machen Sie mit biblischen Geschichten im RU?

In der Regel gehen die Schüler gut mit. Mir liegt das Erzählen besonders am Herzen. Das erleben die Schüler heute sonst nicht mehr so, dass ihnen jemand persönlich etwas erzählt. Sie hören sehr gerne zu. Das Wichtigste am RU in der Volksschule ist für mich, dass die Schüler biblische Geschichten hören und verstehen, alles andere ist darum angeordnet.

  

Im Bibelzentrum stehen gerade nicht die Inhalte der biblischen Geschichten im Vordergrund…

Ja, deshalb ist der Besuch im Bibelzentrum für den RU eine wichtige Ergänzung. Hier lernen die Schüler, wie die Bibel entstanden ist, wie sie sich im Lauf der Zeit verändert hat, z.B., dass Menschen früher Bibeltexte auf Schriftrollen hatten.

  

Lassen sich die Schüler Ihrer Erfahrung nach auch für diesen eher historischen Zugang begeistern?

Wie viele sich dafür begeistern lassen, sieht man jedes Mal deutlich daran, wie sie mitarbeiten. Natürlich hängt es von den einzelnen Schülern ab, ob sie sich dafür interessieren. Aber auch die, die nicht mitarbeiten, kriegen trotzdem etwas mit, durch all das Anschauungsmaterial, das Sie zeigen und durchgeben. Das ist für die Kinder wirklich toll!

  

Haben Sie einen Wunsch oder eine Anregung für das Bibelzentrum?

Ja, eine Filiale in Schwechat eröffnen! (Lacht.)
Wenn es näher wäre, könnten wir auch von meinen weiteren Schulen in Niederösterreich aus  leichter ins Bibelzentrum kommen. Einmal habe ich bereits einen Autobus angemietet und die Schüler von verschiedenen Schulen abgeholt, um ins Bibelzentrum zu fahren, aber das war sehr aufwändig.

  

Was würden Sie einer Kollegin sagen, die noch nie im Bibelzentrum war und überlegt, ob sie auch mit Schülern kommen soll?

Die alten und ganz unterschiedlichen Bibeln begeistern die Kinder, die Schriftrollen, die Bibel mit den Einschusslöchern, … und natürlich das biblische Essen, das sollten sie nicht versäumen.

  

Herzlichen Dank für das Gespräch!


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Bibelzentrum

der Ort zum Wort am MQ-WEST

Breite Gasse 4-8/1, 1070 Wien,

Tel: 01/ 523 82 40, Fax: DW 20

Öffnungszeiten des Bibelzentrums: Montag-Freitag 9.30 - 16.00, Donnerstags bis 20.00 Uhr,
(Gruppen jederzeit
nach Vereinbarung)

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